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Die Psyche/Geist  (Shen)

Körper, Geist und Seele sind in der chinesichen Medizin nicht zu trennen. Deshalb lege ich besonderen Wert darauf nicht nur die Erkrankung zu sehen, sondern auch die Psyche des Tieres zu betrachten. Oft ist hier die Wurzel der Erkrankung zu finden. Manchmal steht aber keine Erkankung im Vordergrund, sondern eine Verhaltensauffälligkeit.

Tierheimaufenthalte, schlechte Haltungsbedingungen, zu viel Druck, Überforderung, Unterforderung, schnelle Ausbildung, Mobing, Unfälle, Verlust, zugefügte Schmerzen, Schreck u.v.m können den Geist ins Ungleichgewicht bringen (auch, wenn diese Vorfälle schon lange zurück liegen)     

Dieses Ungleichgewicht kann sich unterschiedlich, je nach Typ, im Verhalten auswirken. Entweder:

  • Das Tier "frißt" alles in sich hinein und wird lethargisch, ist in sich gekehrt.
  • Das Tier bekommt Angst die sich in Panik steigern kann
  • Das Tier wird hektisch, schreckhaft, unruhig bis neurotisch
  • Das Tier wird angespannt, angressiv, impulsiv
  • Das Tier wirkt traurig und bedrückt 

Die Akupunktur und Kräutertherapie hat sich in diesen Fällen sehr bewährt. Ziel ist es das Tier zu stärken, zu beruhigen, den Stress zu nehmen, die Stresstoleranz zu erhöhen und die Lebensqualität durch Gelassenheit wieder herzustellen. Das schöne ist, hier wird das Tier nicht sediert sondern reguliert.   

Bei anerlernten Verhaltensweisen bzw. bei Unarten durch schlechte/mangelnde Erziehung ist es sehr Erfolgsversprechend die Therapie mit einem Verhaltenstrainer/Tierpsychologen zu kombinieren. Anerlerntes Verhalten kann die TCM nicht lösen aber sie kann die Ansprechbarkeit und Lernwilligkeit des Hundes erhöhen und den Stress nehmen.